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Bevölkerungsentwicklung in Thüringen von 1990 bis 2013

Rund 80 Prozent der Thüringer Städte und Gemeinden sind hinsichtlich der demografischen Entwicklung gekennzeichnet durch einen Rückgang der Einwohnerzahl. Dieser resultiert einerseits aus den Wanderungsverlusten in andere Bundesländer, andererseits aus dem anhaltenden Überschuss der Sterbefälle gegenüber den Geburten.

Die Wanderungsverluste von mehreren tausend Personen pro Jahr haben sich seit Mitte des letzten Jahrzehnts kontinuierlich verringert. Im Jahr 2013 war erstmals wieder ein leichter Wanderungsgewinn festzustellen.

Neben den rein zahlenmäßigen Verlusten - Thüringen hat in diesem Zeitraum 17 Prozent seiner Einwohner verloren - führen diese Prozesse auch zu einer zunehmenden Alterung der Bevölkerung.

Das Durchschnittsalter stieg zwischen 1990 und 2013 von 37,9 auf 46,7 Jahre. Ursächlich dafür ist neben der gestiegenen Lebenserwartung auch die Tatsache, dass insbesondere junge Menschen und hier mehrheitlich Frauen das Land verlassen. 
Aber auch das Wanderungsverhalten innerhalb des Landes ist von Interesse. So waren besonders in den Thüringer Groß- und Mittelstädten in den 1990er Jahren dramatische Verschiebungen in das unmittelbare Umland in Folge des dortigen Wohnungsneubaus zu beobachten. Mit Beginn des neuen Jahrhunderts konnte ein Wandel im Migrationsverhalten der Thüringer Bürgerinnen und Bürger dahingehend festgestellt werden, dass ausbleibende Suburbanisierungsgewinne von Umlandgemeinden die Einwohnerzahl in den Zentren stabilisierten. Das galt im Besonderen für die kreisfreien Städte Erfurt, Jena und Weimar.

Insgesamt konnte hinsichtlich der Bevölkerungsentwicklung in Weimar und im Umland der Städtekette Eisenach bis Jena sowie im Eichsfeld ein Anstieg bzw. eine stabile Entwicklung festgestellt werden. Überdurchschnittlich hohe Verluste gab es hingegen in den Städten Greiz, Suhl, Altenburg, Gera, Gotha sowie in vielen Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften Nordthüringens, im östlichen Thüringer Wald und im Thüringer Schiefergebirge.

Einen ausführlichen Überblick zu allen Zahlen und Regionen finden Sie im ersten Teil des Demografieberichts.

Karte zur Bevölkerungsentwicklung 1990 bis 2013

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