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Herausforderung

Der demografische Wandel ist eine der zentralen Herausforderungen unserer Zeit für Politik, Gesellschaft und jeden Einzelnen.

In vielen Bereichen werden wir uns neu aufstellen und unsere soziale und technische Infrastruktur, Wohnumwelt, Daseinsvorsorge sowie die ökonomischen und finanziellen Rahmenbedingungen den sich verändernden Anforderungen anpassen müssen.

Die Entwicklung der Bevölkerung in den einzelnen Kreisen und Gemeinden Thüringens wird sehr differenziert verlaufen und in ihren Auswirkungen unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Nur wenige Städte wie Erfurt, Jena, Weimar werden noch wachsen, einige Klein- und Mittelstädte können sich als zentrale Orte stabilisieren, aber insbesondere kleinere Gemeinden unter 5.000 Einwohner sind besonders hart von Bevölkerungsrückgang betroffen.

Es ist durchaus möglich, dass Schrumpfung und Wachstum räumlich eng beieinander liegen und in relativer Nachbarschaft gleichzeitig ablaufen. Diese unterschiedlichen Entwicklungspfade erfordern kleinräumige Betrachtungen und individuelle Strategien. Die jeweils spezifischen Ausgangslagen, Erfordernisse und Potentiale vor Ort müssen in den Fokus rücken, um maßgeschneiderte Konzepte zu entwickeln.

Wir alle – Kommunen, Vereine, Verbände, Unternehmen, alle Bürgerinnen und Bürger – sind aufgefordert, unsere Zukunft neu zu denken. Die vielschichtigen und komplexen Aufgaben vor denen wir stehen, verlangen gesamtgesellschaftliches Engagement, innovative Ideen und Mut zur Veränderung.

Mit dem zweiten Teil des Demografieberichts werden aus Sicht der Landesregierung zentrale Herausforderungen erörtert und Lösungsansätze diskutiert.