Erster Bericht der Bundesregierung zum Gesamtdeutschen Fördersystem für strukturschwache Regionen

Bestandsaufnahme und Fortschrittsbericht der regionalen Strukturförderung in Deutschland

Im Januar 2020 trat das Gesamtdeutsche Fördersystem für strukturschwache Regionen, als ein Baustein zur Umsetzung der Ergebnisse der Kommission „Gleichwertige Lebensverhältnisse“, in Kraft. Mit dem nun vorliegenden ersten Bericht der Bundesregierung zum Gesamtdeutschen Fördersystem für strukturschwache Regionen informiert die Bundesregierung über deren wirtschaftliche Lage sowie die derzeitigen Rahmenbedingungen der regionalen Entwicklung in Deutschland und gibt einen Überblick über die zahlreichen Förderaktivitäten des Bundes zur wirtschaftlichen Stärkung strukturschwacher Regionen. Primäres Anliegen der verschiedenen Programme ist die gezielte Förderung und Unterstützung, angepasst an die konkreten und regional sehr unterschiedlichen Bedarfe vor Ort.

Die Programme des Gesamtdeutschen Fördersystems werden in Kapitel 3 des Berichts einzeln beschrieben. Dabei wird für jedes Förderprogramm sehr übersichtlich dargestellt,

  • was gefördert wird,
  • wer und wo gefördert wird,
  • wie gefördert wird,
  • wer mögliche Ansprechpartner sind und
  • wo man Informationen bekommen kann.

Hinzu kommen Beispiele, die den jeweiligen Förderzweck besser veranschaulichen.

Ein Großteil der mehr als 20 Förderprogramme bezieht sich auf wirtschaftsnahe Bereiche, die unter folgenden Themenbereichen subsummiert werden:

  • Unternehmensnahe Maßnahmen,
  • Forschung und Innovation,
  • Fachkräfte,
  • Breitband und Digitalisierung,
  • Infrastruktur und Daseinsvorsorge.

Im Folgenden werden einzelne Programme kurz dargestellt, insbesondere solche, die für die Gestaltung des demografischen Wandels von besonderer Relevanz sind.

Um genauere Informationen über die einzelnen Programme und Initiativen zu erhalten, bieten sich die jeweils angegebenen Links an, die sehr gute Hinweise z. B. auch zu Ansprechpartnern liefern.

 

Bundesprogramm Mehrgenerationenhaus. Miteinander – Füreinander

Initiative Stadt.Land.Digital

Förderbereich Integrierte Ländliche Entwicklung der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK)

Demokratie leben! (Handlungsbereich Kommune „Partnerschaften für Demokratie“)

Demografiewerkstatt Kommunen (Folgeprojekt ab 2021: Zukunftswerkstatt Kommunen)

Kommunen innovativ

Bundeswettbewerb „Zukunft Region“


Modellvorhaben des Bundes

Langfristige Sicherung von Versorgung und Mobilität in ländlichen Räumen

Ländliche Räume in Deutschland stehen heute vor vielfältigen Herausforderungen. Sie sind häufig vom demografischen Wandel überdurchschnittlich betroffen, sorgen sich um den Erhalt ihrer Wirtschaftskraft und Lebensqualität und müssen große Anstrengungen unternehmen, um ihren Bürgerinnen und Bürgern eine ausreichende Daseinsvorsorge und Nahversorgung anbieten zu können.

Die Sicherung einer ortsnahen Versorgung mit öffentlichen und privaten Dienstleistungen ist also ein zentraler Baustein für die Zukunftsfähigkeit der Regionen als Wirtschafts- und Wohnstandort mit hoher Lebensqualität. Der Sicherstellung einer bedarfsgerechten Mobilität für alle Bevölkerungsgruppen kommt in diesem Rahmen eine Schlüsselrolle zu.

Die Serviceagentur Demografischer Wandel im TMIL räumt daher der Stärkung der vom demografischen Wandel besonders betroffenen ländlichen und städtischen Regionen einen besonderen Stellenwert ein und unterstützt die Landkreise, die sich erfolgreich an dem bundesweiten Modellvorhaben „Langfristige Sicherung von Versorgung und Mobilität in ländlichen Räumen" beteiligt haben.