Neuer Bundeswettbewerb „Zukunft Region“

Inhalt: Als Bestandteil der Regionalpolitik und des Gesamtdeutschen Fördersystems für strukturschwache Regionen sollen regionale Unterschiede abgebaut und damit ein Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt geleistet werden. Alle zwei Jahre wird ein thematischer Wettbewerbsaufruf stattfinden. Ziel des Wettbewerbs ist es, innovative regionalpolitische Ansätze und Ideen zu entwickeln und zu implementieren sowie deren Wirksamkeit hinsichtlich einer Stärkung strukturschwacher Regionen zu prüfen. Aus diesem Grund müssen die geförderten Vorhaben Modellcharakter aufweisen und grundsätzlich auf andere Regionen übertragbar sein. Dies kann sich auch darin zeigen, dass über die Einzelwettbewerbe neue Erfahrungen zur Weiterentwicklung der Programme im Gesamtdeutschen Fördersystem gesammelt werden. Nach der Veröffentlichung eines Wettbewerbsaufrufs können sich regionale Verbünde mit einer Antragsskizze bewerben, um im Rahmen einer zweijährigen Entwicklungsphase Fördermittel für die Vernetzung und Erstellung eines regionalen thematischen Zukunftskonzepts inklusive Umsetzungsplan zu erhalten. Aus allen Verbünden werden nach zwei Jahren jene ausgewählt, die die regionalen Herausforderungen und die Potenziale der Region durch das Zukunftskonzept über konkrete Projekte am besten adressieren. Diese können die Qualität ihres Zukunftskonzepts in einer dreijährigen Umsetzungsphase unter Beweis stellen. Während der Umsetzungsphase werden Mittel vorrangig für investive Einzelvorhaben gewährt. In beiden Programmphasen kann die Beschäftigung einer Person je Verbund gefördert werden, die die Arbeit des Verbunds koordiniert und die Vernetzung auch mit weiteren regionalen und überregionalen Akteuren fördert.

 

Adressaten: Antragsberechtigt sind aus dem GRW-Fördergebiet Verbünde aus mindestens zwei Partnern, von denen mindestens ein Akteur eine kommunale Gebietskörperschaft (Kommune) sein muss. Auch Verbünde von Akteuren außerhalb des GRW-Fördergebiets sind antragsberechtigt.

Regionale Schwerpunkte: Um regionale Unterschiede abzubauen, richtet sich die Förderung v. a. an strukturschwache Regionen (GRW-Fördergebiet). Bis zu zehn Prozent der für jeden Wettbewerbsaufruf zur Verfügung stehenden Mittel können für Vorhaben in nicht strukturschwachen Regionen eingesetzt werden.

Förderumfang: Das Programm fördert Verbünde regionaler Akteure mit Zuschüssen für Personalausgaben, Sachmittel und Investitionen. Verbünde mit einer Kommune aus dem GRW-Fördergebiet oder mit mehreren Kommunen können einen Fördersatz von bis zu 90 Prozent erhalten, in allen anderen Fällen beträgt der Fördersatz bis zu 80 Prozent.

Ansprechpartner bzw. Förderer: Die Umsetzung des Programms erfolgt durch einen externen Projektträger. Sobald dieser beauftragt ist, finden Sie die Kontaktdaten auf der Webseite des BMWi.