Barrierefreiheit in Thüringen – Teilhabe für alle

2. Regionalkonferenz "Ohne Umwege zur Teilhabe – Barrierefreiheit als Leitprinzip moderner Verkehrspolitik"

10. Juni 2026 von 10:00 bis 16:00 Uhr im Congress Centrum Suhl

Ein wichtiger Baustein beim Thema Barrierefreiheit ist die "Barrierefreie Mobilität". Sie ermöglicht allen Menschen – unabhängig von körperlichen, sensorischen oder kognitiven Einschränkungen – die gleichberechtigte Teilhabe am Alltag, am Arbeitsleben und an der Gesellschaft. Deshalb möchte die Regionalkonferenz diese Fragestellung vertiefen.

Programmablauf

Begrüßung und Eröffnung: 10:00 Uhr

  • Dr. Olaf Zucht, Serviceagentur Demografischer Wandel (SADW)
  • Moderation Anne Tallig, SADW

Grußworte10:05 Uhr

  • Staatssekretär Dr. Tobias J. Knoblich, Thüringer Ministerium für Digitales und Infrastruktur (TMDI)
  • Dennis Petschner, Thüringer Landesbeauftragter für Menschen mit Behinderungen (TLMB)

Keynote: 10:35 Uhr bis 11:05 Uhr

„Barrierefreie Mobilität im ländlichen Raum – Im Spannungsfeld zwischen Ressourcenknappheit und Know how“

Prof. Dr.-Ing. Carsten Kühnel, FH Erfurt

Kaffeepause von 11:10 Uhr bis 11:30 Uhr

Workshops*: 11:30 Uhr bis 12:45 Uhr

Moderierte Kleingruppenarbeit: Stärken/Schwächen der Anreisewege, Barrierefreiheit, digitale Angebote, Schnittstellen, Ergebnisdokumentation

  • „Barrierefreiheit im Praxistest: Schwachstellen entlang der Mobilitätskette erkennen“
    • Mobilitätskette in der Stadt Greiz als Best Practice (Leitung: Alyssa Birk, KBMB Greiz und  Andrea Grassow, LIGA SV)
  • „Von der Strategie zur Umsetzung – kommunale Perspektiven auf barrierefreie Mobilität“
    • Inklusionsplan LK Wartburgkreis zur Umsetzung der UN-BRK (Leitung: Nicole Briechle, Landkreis Wartburgkreis)
  • „Infrastruktur für Alle – Barrierefreiheit in Verkehrsplanung und Bau“
    • VSVI (Leitung: Dipl.-Ing. Raimo Harder, Bauhaus-Universität Weimar)

Zusammenfassung der Workshops: 12:45 Uhr bis 13:15 Uhr

  • Workshopleitungen

Mittagspause von 13:15 Uhr bis 14:00 Uhr mit „Gerd“ und SmartStop (Schweiz)

Impulsvortrag: 14:00 Uhr bis 14:30 Uhr

  • „Barrierefreies Reisen mit der Bahn“ – Status quo, Potenziale und Herausforderungen (Sascha Wawereck, DB InfraGO AG)

Bus-Bahn-Gespräch: 14:30 Uhr bis 15:45 Uhr

Talkrunde mit Vertretern aus der Praxis:

  • Sascha Wawereck, DB InfraGO AG
  • Dipl.-Ing. Andreas Heiroth, Eichsfeldwerke Bus GmbH
  • Sven Fournés und Marcel Will, SNG Suhl
  • SmartStop (Schweiz); barrierefreie Lösung für Haltekanten
  • TLMB

Schlussworte: 15:45 Uhr bis 16:00 Uhr

 

Organisatorisches / weitere Informationen

Der Fahrstuhl vor Ort umfasst die folgenden Maße:

  • 1,80 m tief
  • 1,30 m breit
  • 0,90 m Türbreite

Es stehen insgesamt 12 Behindertenparkplätze im Haus zur Verfügung.

Weitere Informationen zur Anfahrt finden Sie hier: 
Anreise - Congress Centrum Suhl 

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Thüringer Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderungen und mit freundlicher Unterstützung der LIGA SV Thüringen statt.

*Hinweise zu den Workshops:
In Vorbereitung auf die Workshops bitten wir Sie den folgenden Fragebogen „Mobilitätskette“ ausgefüllt zur Konferenz mitzubringen:

Es wird einen barrierefreien Workshop mit Gebärden- und Schriftdolmetschung geben. 
Je nach Interessensbekundung bei der Anmeldung, wird nach dem Anmeldeschluss bekanntgegeben, welcher Workshop barrierefrei ist. 
Für die Teilnahme an den restlichen Workshops nutzen Sie bitte die eigene Assistenz.

Anmeldung

Sie können sich über folgenden Link für unsere Veranstaltung anmelden:

Anmeldung Regionalkonferenz 2026: Serviceagentur Demografischer Wandel

Die Anmeldefrist läuft bis zum 1. Juni 2026.

Wir freuen uns auf Sie!

 

Hintergrund: Mit dem demografischen Themenjahr lenkt die SADW den Blick auf die vielfältigen Formen und Ausprägungen von Barrieren im Alltag. In Thüringen leben etwa 400.000 Menschen mit Behinderung, das sind ca. 20 Prozent der Bevölkerung. Für diese Personengruppe ist Barrierefreiheit die Voraussetzung für gleichberechtigte Teilhabe. Die demografische Entwicklung im Freistaat wird in den kommenden Jahren zu einer weiteren Alterung der Bevölkerung führen. Damit wird die Zahl der Betroffenen in Zukunft steigen.

Von weniger Barrieren im Alltag profitieren jedoch alle im Freistaat – sei es die ältere Generation, junge Eltern mit Kinderwagen oder Reisende mit schwerem Gepäck. Barrierefreiheit ist somit keineswegs nur eine solidarische Haltung, sondern umfasst das Recht auf gleichberechtigte Teilhabe und bietet zusätzlich eine hohe Nutzerfreundlichkeit und damit mehr Qualität für alle.

Vorträge

  • nach der Veranstaltung stellen wir Ihnen hier die Vorträge zur Verfügung